Was sollte man wissen?

Wer einmal längere Zeit im Ausland war, weiß, wie hilfreich Kontakte zu Menschen des Gastlandes sind. Nicht anderes macht ein Sprachbuddy. Der Student oder die Studentin trifft sich regelmäßig mit einem Flüchtling zum Beispiel in einem Cafe. Man geht ins Kino, kocht gemeinsam, joggt um die Alster. Der Flüchtling kann in diesen Gesprächen seine Sprachkenntnisse verbessern und beide Seiten lernen die jeweils andere Kultur kennen. Seit 2014 waren mehr als 70 Studierende als Sprachbuddy tätig, von denen eine ganze Reihe heute noch in Kontakt mit „ihren“ Flüchtlingen stehen.


Wie viel Zeit wird durchschnittlich aufgewendet?

Durchschnittlich sollte man pro Woche mindestens eine Stunde für ein Treffen einkalkulieren.


Werden weitere Helfer benötigt?

Ja, es werden ständig Freiwillige gesucht, da von Flüchtlingsseite immer wieder Anfragen kommen und Buddys nach Abschluss ihres Studiums nicht mehr zur Verfügung stehen. Gerade junge Flüchtlinge im Alter zwischen 20 und 30 Jahren wünschen sich einen gleichaltrigen Buddy.


Warum sollte ich mich als Sprachbuddy engagieren?

Man kann auf unkomplizierte Weise einem Flüchtling bei der Integration helfen und dabei selbst viel über die verschiedenen Kulturen lernen. Nicht selten werden daraus echte Freundschaften.


Was sollte man für diese Aufgabe mitbringen?

Es reicht, offen und kommunikativ zu sein.


Welche persönlichen Erfahrungen gibt es?

Bachelorstudent (Sprachbuddy 2017):

„Mir ist aufgefallen das R. zwar 15 Personen hat, mit denen er Deutsch spricht, aber keiner davon der jungen Generation angehört. Er hat sich über den Kontakt zu mir sehr gefreut. Ich konnte sofort eine sehr gute Beziehung zu ihm aufbauen und Ratschläge geben. Des Weiteren war ich sehr überrascht über seine guten Deutschkenntnisse.“ 

Masterstudent (Sprachbuddy 2016):

„Es ist für uns Ingenieurstudierenden ein tolles Angebot. In so einem Projekt werden verschiedenste Soft-Skills erlernt und verbessert und man ist gezwungen, ein kleines Projekt zu organisieren, zu leiten und erfolgreich abzuschließen. Gerade in Bezug auf das Berufsleben als Ingenieur werden solche Fähigkeiten immer wichtiger, und das erleichtert auch den Einstieg in das Berufsleben.“

Masterstudent (Sprachbuddy 2015):

„Die Dankbarkeit, die die Flüchtlinge über jedes Treffen zum Ausdruck bringen, ist sehr herzlich und motivierend zugleich.“


Ansprechpartner

Lisa-Marie Bieber

lisa-marie.bieberZEICHENFOLGE@tuhh.de